31.08.09 10:49 Alter: 1 yrs

NACH DREI SIEGEN IN SERIE HEUER LEIDER KEIN SIEG BEIM 24H MTB RENNEN IN DER TAUPLITZ.

 

Nach dem Gerhard Gulewicz in den letzten drei Jahren dieses Rennen dominiert hatte, ging heuer diese Siegesserie leider zu Ende. Das Rennen war wie immer perfekt organisiert, für die Fahrer und für die Zuseher wurde einiges geboten.

Wie schon im letzten Jahr hatte der Wettergott leider kein Einsehen mit den Veranstaltern, und somit wurde auch dieses Jahr das Rennen bei strömenden Regen gestartet. Dieser Regen dauerte dann bis in die Nachtstunden an und verwandelte die Abfahrten über die Wiesen in eine reine Schlammstrecke. Hier muss sich der Veranstalter für die Zukunft bei Regen Alternativen zur vorhanden Strecke einfallen lassen!

Während der ersten Stunden schien alles wie gewohnt seinen Lauf zu nehmen. Gerhard Gulewicz ging gleich von der ersten Runde an in Führung und gab diese Führung bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden nach 14 Stunden um 3 Uhr Früh nicht mehr ab.

“Trotz Brillen habe ich einige male Schlamm in die Augen bekommen.Nach einigen Stunden verschlechterte sich der Zustand meiner Augen dermaßen, dass ich nur mehr Umrisse wie durch eine extrem dicke Nebelwand sehen konnte. Durch das Scheinwerferlicht in der Nacht war ich dann faktisch Blind. Ich konnte nicht mehr sehen wo ich mit dem Rad unterwegs war, ein reiner Blindflug. Auch das mehrmalige Auswaschen und eintropfen der Augen durch Ärzte des Roten Kreuzes hatten keine Verbesserung gebracht. Nachdem ich mehrmals bei total einfachen Passagen des Rennens gestürzt war weil ich kleine Hindernisse einfach nicht erkennen konnte, beschloss ich aus Sicherheitsgründen das Rennen zu beenden. Zu gefährlich erschien mir die Möglichkeit, bei den schnellen Streckenpassagen ein Hinderniss zu übersehen! Wenn einem etwas weh tut, der Hintern, die Knie usw., oder wenn man einen Einbruch erleidet, dann kann man mit diesen Umständen arbeiten und die letzten Stunden bis zum Rennende durchhalten. Wenn man aber absolut nichts mehr sieht, dann macht ein Weiterfahren keinen Sinn mehr. Ich habe in den letzten Jahren leider einige schwere Stürze erleben müssen, das wiederum bringt mit sich, dass man doch anders handelt. Vor einiger Zeit hätte ich so ein Rennen auf biegen und brechen beendet – egal was passiert, aber....! Ich meine das ich vorsichtiger geworden bin, andere meinen vernünftiger, na ja!

Der Rennverlauf war für mich zufrieden stellend. Nach einer längeren Pause nach dem Race Across Amerika habe ich erst Anfang August wieder mit dem Aufbautraining für das nächste Jahr begonnen. Meine Form ist bei weitem noch nicht dort wo sie vor dem RAAM war, darum bin ich auch beim Race Arround Austria zwei Wochen vorher nicht gestartet. Dem entsprechend verhalten bin ich das Rennen angegangen. Meine Taktik gleich in Führung zu gehen und das Rennen dann von der Spitze aus zu kontrollieren konnte ich bis zu meinem Ausscheiden aber trotdem umsetzen.

Es tut mir sehr leid, dass ich heuer dieses Rennen nach drei Siegen in Serie nicht gewinnen konnte, aber es gibt ja noch ein nächstes Jahr – und dann hoffentlich bei Sonnenschein!“