hat bei Gerhard GULEWICZ bereits wieder begonnen. Mit dem 24h Rennen in der Tauplitz ist Gerhard nach einer längeren Regenerationspause, in der zwar trainiert wurde, aber nur nach "LUST und LAUNE", wieder in den Trainingsaltag eingestiegen.
EIN KURZER RÜCKBLICK AUF DAS RAAM 2009
In den letzten Wochen wurden alle Daten vom RAAM 2009 ausgewertet und analysiert, ganz besonders die Ernährung, die in den ersten zwei Tagen wegen Magenproblemen leider nicht optimal funktioniert hat.
Gerhard hat wegen diesen Problemen gleich zu Beginn des Rennens seine Chance auf den ersten Platz vergeben.
"Ich hatte ebeso wie Dany Wyss und Jure Robic zu den Sieganwärtern gezählt. Ich wollte den Sieg unbedingt! Mental war es ein riesen Schock für mich, als ich gleich zu Beginn des Rennens, in den ersten zwei Tagen, einen riesen Rückstand aufgebrummt bekommen hatte. Aber ich konnte einfach nichts essen, nichts im Magen behalten, hatte dadurch keine Energie, war nur leer! Trotzdem bin ich langsam weiter gefahren, in der Hoffnung dass es sich bessern würde. Mein Team hat mich mit Weisbrot getränkt in Tee und Magentropfen wieder aufgepäppelt. In dieser Zeit wuchs der Rückstand auf die Spitze auf mehr als 14 Stunden an. Erst nach zwei Tagen hatte sich der Zustand verbessert. Dann habe ich im Mittelteil des Rennens richtig gekämpft, Teilnehmer um Teilnehmer überholt - bin wieder zurück gekommen und wollte noch auf Dani Wyss und Jure Robic aufschließen. Ich hatte fest daran geglaubt, dass ich es noch schaffen könnte! Aber weiter als auf 7 Stunden bin ich nicht herangekommen. 24 Stunden vor Ende des Rennens habe ich dann realisiert, dass ich keine Chance mehr auf den Sieg haben würde, wenn nicht irgend etwas unerwartetes passiert. Diese Situation war unheimlich schwer für mich. So kann ein letzter Tag beim RAAM noch zur riesen Hürde werden. Ich war dermaßen verärgert über mich selbst und die ersten zwei Tage des Rennens, dass ich immer langsamer fuhr, so langsam, dass sich eine Endzeit unter 9 Tagen auf keinen Fall mehr ausgegangen wäre. Aber gerade zu diesem Zeitupunkt hat mich mein Team wieder in ihre Hände genommen und mich motiviert, schneller zu fahren. So schnell, dass ich zum Ende des Rennens noch um den Sieg gefahren bin - nicht um den Gesamtsieg, sondern den Sieg über mich selbst. Mein Team wollte mich unter 9 Tagen im Ziel sehen - 8 Tage und 16 Stunden war vor dem Rennen unser Ziel - diese Zeit sollte sich nicht mehr ausgehen, aber trotz der großen Probleme zu Beginn des Rennens wurden es dann doch noch schnelle 8 Tage 22 Stunden und 53 Minuten. Zuerst war ich im Ziel nach dem Rennen über meine Platzierung nicht gerade glücklich. Aber heute sehe ich das anders. Ich war trotdem schnell, sehr schnell. Mit dieser Zeit zähle ich zu den 10 schnellsten Fahrern in der 28 jährigen Geschichte des Race Across Amerika! Ich freue mich schon auf das RAAM 2010. Ich starte so lange beim RAAM, bis ich es gewonnen habe!"