Die letzten Vorbereitungen auf dass Race Across America waren bei meinen bisherigen Teilnahmen mit den beiden Oberösterreichern Valentin Zeller und Wolfgang Fasching aufgrund der sehr knappen Anreise immer sehr stressig.
Heuer ist das erstmals nicht der Fall denn die komplette Mannschaft, welche den 42 jährigen Bad Ischler Gerhard Gulewicz bei seinem Trip quer durch die Vereinigten Staaten von America begleitet, ist bereits seit Donnerstag in Kalifornien.
Da die Mannschaft des Oberösterreichers zusätzlich aus lauter Leuten besteht die beim RAAM bereits einmal mit dabei waren verliefen die Vorbereitungen bisher völlig reibungslos. Und so kommt was kommen muss - man hat plötzlich Zeit für die eine oder andere Freizeitaktivität.
Stand vorgestern Abend noch eine fröhliche Bowling Partie auf dem Programm, versuchte sich ein Teil der Crew gestern als Golfer. Das Wort versuchen kann man dabei durchaus wörtlich nehmen, denn sowohl Gerhard Gulewicz als auch die meisten anderen Crewmitglieder versagten als Golfer kläglich. Das ohnehin bereits wenige Grün auf der Driving Ranche ist nach dieser einen Stunde nun komplett hinüber, denn es kam nicht selten vor das statt dem Golfball ein Stück grün in Richtung 25 Meter Marke katapultiert wurde.
Einzig unsere beiden Ärzte machten eine etwas bessere Figur mit dem für uns alle ungewohnten Golfschläger.
Um es kurz zu machen - es hat schon seine Richtigkeit das wir beim längsten Einzelnzeitfahren der Welt mit von der Partie sind und nicht bei Golf US-Golf Open.
Für Gerhard Gulewicz war die Abwechslung übrigens äußerst willkommen denn langsam aber sich macht sich beim 42 jährige, der 2007 bereits auf dem Stockerl, auch ein wenig Nervosität breit. Je näher der Startpunkt kommt desto schlimmer wird diese dann auch noch werden.
Amerika ist anders, dieser Spruch ist mir heute beim Besuch eines der hunderten Fast Food Restaurants von Oceanside schlagartig in den Sinn gekommen.
Alex Limberger, mein Kameramann, und ich sitzen gerade bei einem Burger im Lokal und freuen uns darüber das wir zumindest bei den Getränken nach dem Erwerb eines Menüs so oft nachholen können wie wir wollen als die Tür aufgeht und ein älterer Herr den Laden betritt. In der Hand hat er einen schon ziemlich gebraut aussehenden Trinkbecher der Fast Food Kette. Zielstrebig steuert er auf die frei zugängliche Getränkeausschank zu stellt seinen Trinkbecher unter füllt in bis oben hin, schnappt sich einen Strohhalm und verschwindet auf dem selben Weg wieder aus dem Lokal wie er rein gekommen ist. Bezahlt hat er nichts.
Die Angestellten die den älteren Herren auch gesehen haben lies dieser Vorgang übrigens völlig kalt, während Alex und ich uns nur verdutzt ansahen.
Es dauerte keine 5 Minuten da wiederholte sich der Vorgang ein weiteres mal:
Dieses mal kam allerdings ein junger Kalifornier mit leeren Becher ins Lokal und verlies es nur wenig später wieder mit einem 1 Liter Becher kalter Coke. Erneut gab es keinerlei irgendwie geartete Reaktion der Angestellten.
Alex und ich haben darauf hin unsere benutzten Getränkebecher ebenfalls mitgenommen um morgen mal zu versuchen ob dieser Trick mit dem Becher auch bei uns funktioniert.
Wenn Ja wird dieser Becher während des RAAM wohl einen Ehrenplatz in unserem Media Car bekommen, denn wo sonst kann man um so wenig Geld so viel trinken als in Amerika.
Impressionen von Oceanside und von den letzten Entspannungen bevor es los geht.












