Endlich hat das warten ein Ende und das Race Across America 2009 beginnt.
Das härteste, längste und wohl auch verrückteste Rennen der Welt.
Ein wenig verrückt muss man nämlich schon sein, wenn man sich als Crewmitglied diese Tour durch 14 US-Amerikanische Bundesstaaten, über 5000 Kilometer vom Pazifik zum Atlantik durch Wüstengebiete, die Rocky Mountains, den Mittleren Westen und schlussendlich die Appalachen antut.
Eine Reise die zwar landschaftlich unheimlich reizvoll ist, allein das Monument Valley entschädigt für vieles, aber auch unheimlich anstrengend ist. Denn wie der Bad Ischler Gerhard Gulewicz sind auch seine drei Begleitfahrzeuge immer unterwegs. Geschlafen wird also während der nächsten 8 Tage im Auto, wobei es durchaus sein kann das so manche Schlafpause auch dem Rentieres zum Opfer fällt.
Mein Kamermann Alex Limberger, der Fotograf Martin Steiger und Ich haben unseren Mini Van in den letzten Tagen zu einem fahrenden Hotelzimmer umgebaut und werden diesen ab heute Mittag Kalifornischer Ortszeit einweihen.
Während einer fährt kann so der andere seine Arbeit erledigen, Alex Limberger wird im Auto seine täglichen Videoclips produzieren, Martin Steiger seine Fotos an die Presseagenturen schicken und ich meine Radio und Filmbeiträge produzieren.
Beim Schlafen wird es ähnlich sein. Während einer fährt wird der andere versuchen zu schlafen, Martin Steiger wechselt in den Nachtstunden ins Wohnmobil um dort zu schlafen und auch als Fahrer und Navigator auszuhelfen.
Klingt zwar jetzt äußerst unbequem, aber wenn man müde ist und die Müdigkeit die kommt beim RAAM spätestens nach 4 bis 5 Tagen dann schläft man überall bequem. Außerdem reichen oft schon kleine Powernaps von 20 bis 30 Minuten um wieder in Topform zu sein.
Klingt zwar jetzt alles recht unbequem, trotzdem ist es im vergleich zu dem was Gerhard Gulewicz auf seinem Bike alles miterleben wird ein reiner Urlaubstrip.
Am gestrigen letzten Abend hat er seine Renntaktik für die ersten 2500 Kilometer bekanntgegeben. So will der 42 jährige aus dem Salzkammergut die erste Schlafpause, wenn man bei einer länge von 90 Minuten überhaupt davon reden kann, erst nach einer Strecke von 1000 Kilometern einlegen – wenn er im Schnitt 28 Kilometer in der Stunde zurücklegt kann man sich nun ausrechen wenn das ungefähr der Fall sein wird.
Aber auch in den restlichen Zeit bis ins Ziel in Annapolis wird der Oberösterreicher, dessen Traum es ist das Rennen zu gewinnen nicht viel mehr schlafen.
Denn während es im Motorsport den Spruch „Wer bremst verliert“ gibt gilt beim Race Across America die Devise:
„Immer in Bewegung bleiben, denn wer steht verliert!





