Die Rocky Mountains liegen hinter uns!

 

Die gewaltigen Bergformationen der südlichen Rocky Mountains liegen hinter uns, und damit auch die ersten 1000 Meilen des Race Across America 2010.

1000 Meilen oder 1600 Kilometer hat der 43 jährige Bad Ischler Gerhard Gulewicz also seit dem Start am Mittwoch abgespult, 2000 Meilen oder 3200 Kilometer liegen aber immer noch vor uns.

Die drei Pässe die es in den vergangenen 24 Stunden in den Rockiges zu bewältigen gab brachten Gerhard Gulewicz erstmals während dieses Rennens an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit.

Dreimal ging es auf Höhen von über 3000 Meter hinauf, dreimal war es dabei mit Temperaturen rund um den Gefrierpunkt bitter kalt und den ganzen Tag über regnete es. Trotz der schlechten Bedingungen und großen Anstrengungen zeigt sich der Bad Ischler immer noch gut gelaunt, wobei die Stimmung beim Mann aus dem Salzkammergut nach den Schlafpausen immer am besten ist.

Diese Schlafpausen sind für Gerhard Gulewicz während des RAAM 2010 aber eine richtige Seltenheit. So gab es heute um 9 Uhr kurz vor den letzten beiden Anstiegen in den Rocky Mountains erst die zweite 60 Minuten dauernde Schlafpause. Neben den Schlafpausen werden dem Bad Ischler von Seiten der Crew auch der eine oder andere Powernap, das sind rund 10 Minuten dauernde Ruhepausen, gegönnt. Mehr als 70 bis 80 Minuten an Schlaf kommt am Tag aber dennoch nicht zusammen.

Der Schlaf ist mittlerweile auch bei der Begleitmannschaft ein Thema. Nach rund 72 Stunden auf Achse zeigen sich bei so manchem Teammitglied die ersten Ermüdungserscheinungen. Damit das Unternehmen Race Across America nicht in Gefahr kommt heißt es nun jede noch so kurze Gelegenheit zu nützen um ein kleines Nickerchen zu halten. Da kann es dann schon vorkommen das der eine oder andere im Team mit einem Schlafsack bewaffnet eine Tankstelle stürmt um in einem ruhigen Eck ins Land der Träume abzugleiten.

Meine beiden Kameramänner und ich verbringen unsere Nächte übrigens wie schon in einem der vorhergegangenen Tagebucheinträge erwähnt in unserem Mini Van. Einer von uns fährt, zwei schlafen und wenn die Zuspiele die wir meist am Abend in Richtung Österreich auf die Reise schicken, schnell über die Bühne gehen, kann es auch vorkommen das wir alle drei für 1 bis 2 Stunden die Strecke verlassen um zu schlafen.

Ich für meinen Teil hab den Fahrersitz als Bett auserkoren. Klingt zwar äußerst unbequem, ist es aber nicht - die Müdigkeit macht es möglich.