Gerhard Gulewicz wird das RAAM 2010 aus eigener Kraft nicht mehr gewinnen, spätestens mit dem Beginn des 9 Tages beim Race Across America ist das für alle im Team eine ganz klare Angelegenheit.
Nachdem in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eigentlich der Angriff auf den Slowenen Jure Robic erfolgen sollte, kam es leider ganz anders. Der Bad Ischler bekam enorme Knieschmerzen die verhinderten, dass Gerhard weiterhin Druck ausüben konnte. Schlimmer noch, Gerhard musste - konnte sich stunden lang nur extrem langsam fortbewegen.
Innerhalb von nur 12 Stunden wuchs so der Rückstand, der zuvor zwischen drei und vier Stunden Betrug auf mehr als das doppelte an. Bei einer verbleibenden Distanz von 350 Meilen sind 9 Stunden Rückstand aber einfach nicht mehr gut zu machen, sodass Teamchef Helmuth Ocenasek heute der Mannschaft und Gerhard Gulewicz mitteilte das der Sieg nicht mehr zu realisieren ist. Damit ist eine Situation im Team entstanden mit der eigentlich niemand gerechnet hat.
Bislang waren alle Teammitglieder nur auf die Verfolgung von Jure Robic fixiert, nun gilt es plötzlich nur mehr so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen.
Die zwölfköpfige Mannschaft ist nun also extrem gefordert, wobei natürlich auch bei dieser die Motivation den absoluten Nullpunkt erreicht hat. Nach einer kurzen Krisensitzung im Wohnmobil hat man sich aber darauf geeinigt auch in den noch verbleibenden 30 Stunden Gerhard Gulewicz zu puschen und ins Ziel zu treiben. Am besten ausgedrückt hat die Situation heute Teamchef Dr. Helmuth Ocenasek. Er meinte zur Situation in der Mannschaft angesprochen: „Wir erleben nun gerade das RAAM Phänomen das es einer Mannschaft immer dann gut geht wenn es dem Fahrer auch gut geht, und das es einer Mannschaft dann schlecht geht wenn es dem Fahrer auch dreckig geht.“
Als außenstehender Beobachter bin ich aber überzeugt davon, dass das Team rund um Gerhard Gulewicz auch diese Krise meistern wird und der Bad Ischler gemeinsam mit seiner Mannschaft morgen Nacht als zweiter über die Ziellinie in Annapolis rollen wird.
