Es gibt Tage da möchte man am liebsten alles hinschmeißen aufstehen und davonrennen. Genau so geht es zur Zeit auch dem Bad Ischler Gerhard Gulewicz beim Race Across America dem härtesten und längsten Radrennens der Welt und das obwohl es für Ihn im Gegensatz zu zahlreichen Konkurrenten, nur mehr wenige Stunden dauert.
Da etwas hin zu schmeißen aber nicht dem naturell des 43 jährigen Oberösterreichers entspricht und das aufstehen sowie das davon laufen die derzeitige körperliche Verfassung des Extremsportlers ohnehin nicht mehr zulässt, sitz er auch nach 9 Tagen immer noch auf seiner KTM-Rennmaschine.
Jeder zurückgelegte Meter bringt ihn zwar näher zum Zielort Annapolis, jeder zurückgelegte Meter verlangt vom Bad Ischler aber auch körperliche und geistige Anstrengungen die ihm von Sekunde zu Sekunde schwerer fallen.
Nichts desto Trotz wird Gerhard Gulewicz, wenn nichts unvorhergesehenes mehr passiert, nach 2007 als Dritter und 2009 als Zweiter auch 2010 auf das Siegerpodest steigen.
Nach Wolfgang Fasching der dieses Kunststück bei allen sein 8 RAAM einnahmen schaffte liegt der Bad Ischler mit 3 Stockerlplätzen in der rein österreichischen Tabelle mittlerweile auf Platz 2. Für einen weiteren Rekord sorgte heute der Slowene Jure Robic, mit seinem 5 Sieg beim „Toughest Bike Race of the World“ trug er sich einmal mehr in die Rekordbücher ein. Noch nie zuvor hat jemand so oft gewonnen, noch nie zuvor stand jemand bei allen seinen Zielankünften ganz oben auf dem Siegertreppchen.
Im nächsten Jahr wird es auf alle Fälle einen anderen Sieger geben, den der 45jährige Slowene hat in einem ORF Exklusiv Interview mitgeteilt das für Ihn mit diesem Sieg das Race Across America ab sofort kein Thema mehr ist. Vielleicht ist das ja die große Chance für Gerhard Gulewicz.

